[1] |
|
---|
[2] |
Varianten der von Erm. collationierten Handschriften werden nur
|
---|
[3] |
|
---|
[4] |
Die Red. IT erhielt sich in Ia, Ib, G u. L. Die Grundlage
|
---|
[5] |
musste Ia als der officielle Text bieten, wenn es auch scheint,
|
---|
[6] |
dass hier cine dem Stadtschreiber missgliickte?) Niederschrift
|
---|
[7] |
vorliegt, die später ciner besseren Platz machte.®) Die leicht
|
---|
[8] |
ersichtlichen Zusätze von Ib zur Red. II, wohl ein Product des
|
---|
[9] |
Kuttenberger Rathes (s. I. Bd. 1. Th. Pkt. IL 4), wurden ihres
|
---|
[10] |
wichtigen Inhalts wegen wiedergegeben, aber als solche kenntlich
|
---|
[11] |
gemacht. G u. L durften trotz ihres schlechten Textes nicht
|
---|
[12] |
ganz ausser Betracht bleiben, da sie nicht auf Ia, sondern an-
|
---|
[13] |
scheinend ciner anderen, viclleicht officiellen Fassung der Red. IT
|
---|
[14] |
|
---|
[15] |
Für Red. III bilden die Codices M u. B die Quelle.
|
---|
[16] |
B schaltet dieselbe ohne weitere Auszeichnung mitten in scine
|
---|
[17] |
Sprüche ein. Den Vorzug musste der bis auf Goringfügiges
|
---|
[18] |
correcte Text von B erhalten, M leidet augenscheinlich unter
|
---|
[19] |
dem Unverständnis seines Schreibers für die bergrechtlichen
|
---|
[20] |
Satzungen. Bruchstücke enthält E u. F.
|
---|
[21] |
5. Const. j. m. Der lateinische Text liegt in folgenden
|
---|
[22] |
Abschriften vor: H, W (beide gleichen Alters), E, U, V, I, G (nur
|
---|
[23] |
ein Theil des 4. Buches) und g. "Von diesen Texten verdient MH
|
---|
[24] |
den Vorzug. Denn einmal wählte einen ad verbum gleichen
|
---|
[25] |
Text Geinhausen als Vorlage für seine Uebersetzung, wic sich
|
---|
[26] |
aus dem steten Zusammenstimmen derselben auch mit einzelnen
|
---|
[27] |
specifischen Lesungen, wie auch mit Lücken dieser Handschrift
|
---|
[28] |
leicht nachweisen und schon aus der Verbindung gerade dieses
|
---|
[29] |
Textes mit der áltesten Abschrift von Geilnh. Ucbersetzung im
|
---|
[30] |
Codex H vermuthen lásst. Es spricht wohl sehr für die Güte
|
---|
[31] |
des Textes H, dass ein Mann wie Geilnhausen ihn zur Vorlage
|
---|
[32] |
nahm. Die Vermuthung, dass H dem Original zunächst stehe,
|
---|
[33] |
94) Vgl. I. Bd. 1. Th. Pkt. II 4.
|
---|
[34] |
95) Weder Ib noch G und L enthalten den Fehler in $ 13. Die
|
---|
[35] |
Schlussparagraphe 28 u. 29 von Ia, ohne Geschick dem inhaltlich abschliessen-
|
---|
[36] |
den $ 27 angehängt, folgen in G und L hinter $ 26, von Ib werden sie in
|
---|
[37] |
den Kuttenberger Zusätzen verarbeitet. G und L haben die Eigenthümlichkoit,
|
---|
[38] |
dass S 22 hinter 23 folgt wie in Red. III.
|
---|