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XXXI

Ob sie den betreffenden Artikel ganz streichen oder durch einen anderen ersetzen wollte und wie, ist nicht gesagt. Ferner erweitert sie denjenigen Artikel der Vorschläge, in dem den Nationen bei zu hoher Belastung direkte Verständigung mit dem Papst empfohlen wird, unter teilweiser Berücksich- tigung des Beschlusses der Deputacio pro communibus dahin, daß in der deutschen Nation wegen der dort herrschenden besonderen Verhältnisse alle Benefizien. deren Ertrag naeh Abzug aller Lasten fünf Mark Silber nicht übersteige, steuerfrei sein, die anderen aber in den ersten fünf Jahren den fünften und in den folgenden fünf Jahren den zehnten Teil ihres Ertrages, ebenfalls naeh Abzug aller Lasten, hergeben sollen. Endlich wünscht sie die Aufuahme eines Artikels, der bestimmt, dal auch den anderen Nationen tunlichst entgegenzukommen sei, wenn sie sich nach An- nahme der Vorschläge sei es beim Konzil sei es bein Papst für zu stark belastet erklären,

Dieser Beschluß wird der Deputaeio pro communibus am 10. März dureh eiue Abordnung der Deputacio reformatorii übermittelt. Gleichzeitig überreichen die Gesandten der Universität Paris Johannes Puleripatris, Dioni- sius Sabrevaix und, Egidius Caniveti drei Artikel, in denen sie verlangen, daß entweder die Gallikanische Kirche so lange von jeder Steuer befreit werde, bis in Frankreich wieder Ruhe und Frieden eingekehrt sei, oder daß die . Beschlußfassung in der Provisionsfrage so lange vertagt werde, bis man die Synode von Bourges um ihre Ansicht befragt habe. Könne die Depu- tacio weder das eine noch das andere bewilligen, so möge sie wenigstens der französischen Nation dieselben Vergünstigungen zugestehen wie der deutschen. Zur Rechtfertigung dieser Forderungen weisen sie auf die kriegerischen Zustände in Frankreich und auf die dadurch verursachte Notlage hin und ferner auf die mannigfache Förderung, die das Konzil durch den König von Frankreich und die Universität Paris erfahren habe.

Es kommt nun zu erregten Auseinandersetzungen, an denen sich be- sonders die französischen und spanischen Mitglieder der Deputacio beteiligen. Schließlich einigt man sich dahin, zum Kardinal von Arles zu gehen und mit ihm nach einem für Alle annehmbaren Modus zu suchen. Ob es geschah, ist in den Protokollen nicht gesagt.

Am 11. März werden die Beratungen fortgesetzt, zunächst wieder ohne Ergebnis.

Da tritt plötzlich eine Wendung ein. Es erscheinen Abgeordnete der Deputacio pacis und verkünden den Beitritt ihrer Deputacio zum Beschluß der Deputacio reformatorii. Da, wie es scheint, auch die Deputacio fidei sich für den letzteren erklärt hatte, so zieht die Deputacio pro communibus nun- mehr ihren Beschluß vom 8. März zurück und schließt sich dem der Depu- tacio reformatorii ebenfalls an.

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